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Die Welt ist verteilt |
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Die Welt ist verteilt. Die meisten haben einen Platz. Wer etabliert ist, fordert vom Staat die Sicherheit seines Besitzstandes. Zugleich gibt es immer mehr Menschen, die ihren bisherigen Ort verlassen wollen oder müssen – aus kulturellen oder ökonomischen Gründen, aus staatlichem Zwang, aus Sicherheitsgründen. Als Flüchtlinge, als Boatpeople, erwarten sie Aufnahme in der Fremde, dort, wo Eingesessene sie argwöhnisch betrachten, weil sie von ihnen eine Beeinträchtigung ihres Besitzes befürchten. Unsere Bodenordnung zementiert die Besitzstände. Sie gibt den Eigentümern ewige Rechte. Der Konflikt zwischen denen, die Boden haben, und denen, die ihn brauchen, ist damit programmiert. Wir brauchen daher eine Bodenordnung, in der nicht allein früherer Erwerb, sondern vor allem heutiger Bedarf die Zuordnung und Verteilung bestimmt. 6.4 |